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Jakobskreuzkraut

Alles über Jakobskreuzkraut

Jakobskreuzkraut (auch Jakobs-Greiskraut genannt) breitet sich rasend schnell in Deutschland aus. Jakobskreuzkraut ist eine Gefahr für Pferde- und Viehbestände. Bauern haben es in den letzten Jahren immer häufiger mit Vergiftungen bei Pferden und Rindern zu tun. Jakobskreuzkraut ist eine Bedrohung für Tiere aus dem Landwirtschaftssektor. In den letzten Jahren mussten Landwirte zunehmend mit Vergiftungen von Pferden und insbesondere von Rindern kämpfen. Das regelmäßige Fressen von Jakobskreuzkraut kann die Leber so schädigen, dass sie nicht mehr optimal funktioniert. Dies führt zu den Symptomen einer Lebererkrankung und/ oder zum Tod.

Lesen Sie hier mehr über das Jakobskreuzkraut:

Jakobskreuzkraut: Wie gefährlich ist es wirklich?

Solange die Pflanze wächst und blüht, besteht ein geringes Risiko für Pferde, Rinder, Schafe und Ziegen. Jakobskreuzkraut schmeckt bitter und wird normalerweise nicht gefressen. Jakobskreuzkraut ist sehr gefährlich, wenn es siliert oder getrocknet wird. Die Pflanze verliert nach dem Mähen ihren typischen Geruch, Farbe und Geschmack, so dass die Pferde die Pflanze nicht mehr als giftig erkennen. Das Gift bleibt nach dem Mähen im Heu. Grasfresser fressen ihre tägliche Heuration in der Scheune und nehmen dabei die Giftstoffe (die sogenannten Alkaloide) unbewusst auf. Alle Teile des Jakobskreuzkraut enthalten giftige Substanzen. Dies sind die sogenannten Pyrrolizidinalkaloide (PAs). Die Substanzen werden produziert, um die Fütterung durch Pflanzenfresser (Säugetiere, Insekten) zu verhindern. Der Giftanteil ist kurz vor der Blüte am höchsten.
Jakobskreuzkraut

Symptome bei Jakobskreuzkraut

Das Gift wird im Darm absorbiert. Der Körper versucht dann, die Toxine in der Leber in weniger toxische Substanzen umzuwandeln. Dieser Prozess erzeugt jedoch eine noch giftigere Substanz. Das bricht die Leberzellen. Eine Vergiftung durch Jakobskreuzkraut findet sehr langsam statt. Die Leber wird irgendwann nicht mehr funktionieren. Vergiftete Tiere werden zuerst krank: Sie sind träge, verlieren an Gewicht, haben Durchfall und keinen Appetit, trinken viel und bekommen Symptome, die an Sonnenbrand erinnern. Die Giftstoffe wirken sich auf das Herz und das zentrale Nervensystem aus und verursachen hierdurch Koordinationsstörungen, Appetitlosigkeit und unruhige Bewegungen. Es gibt keine Heilung. Tiere werden erst nach Monaten oder Jahren krank, weil sich das Gift langsam in der Leber anreichert. Kühe und Pferde entwickeln chronische Lebererkrankungen, wenn diese Tierarten 5 - 10% ihres Körpergewichts an Pflanzmaterial von Jacobs Ambrosia aufnehmen.

Tödliche Dosis

Die tödliche Dosis von Jakobskreuzkraut ist für Pferde und Rinder 5 - 20% getrocknetes Kraut auf der Basis des Körpergewichts. Bei Hühnern ist eine Menge von 5% des Körpergewichts tödlich. Schafe und Ziegen können die Giftstoffe von Jakobskreuzkraut besser vertragen, die tödliche Dosis ist viel höher. Eine Ziege kann das 1 - 4-fache des Körpergewichts an Pflanzenmaterial einnehmen. Bei Schafen ist dies mehr als das Doppelte des Körpergewichts. (Bron: Rikilt)

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